Der Straßenverkehr

Der öffentliche Verkehr
Ein Eisenbahnnetz gibt es in der Dominikanischen Republik nicht.
Lediglich in Santo Domingo gibt es zwei Metro-Linien, die hauptsächlich unterirdisch verlaufen.
Der Fernverkehr wird also ausschließlich mit Bussen abgewickelt.Teilweise mit Reisebussen wie sie bei uns üblich sind, teilweise mit Kleinbussen wie z.B. Toyota Coaster.
Diese Fernbusse sind in gutem technischen Zustand, verfügen meist über Television und teilweise auch über Wifi.
Diese Buslinien haben festgelegte Haltestellen und fahren nach Fahrplan. In den Großstädten gibt es Stadtbusslinien, die auch festgelegte Haltestellen anfahren. Die bisher genannten Buslinien gehören zu Unternehmen wie Caribe Tours, Metro Bus und weiteren.

Der Nahverkehr sowie der Verkehr von der Stadt in die Vororte liegt hauptsächlich in der Hand von Einzelunternehmen, also Ein-Mann Betrieben. Fahrzeuge sind die Guagas (Kleinbusse) oder Conchos (PKWs). Es gibt keine festgelegten Haltestellen, aber eine Kennzeichnung am Fahrzeug welche Route abgefahren wird. Man kann beide Fahrzeuge als Sammeltaxis bezeichnen. Sie halten an wenn jemand zusteigen möchte und halten an, wenn jemand aussteigen möchte.
Die geschieht denn auch recht unvermittelt, ohne Blinklicht, Warnblinker. Es wird auch nicht rechts herangefahren sondern man bleibt mitten in der Fahrspur stehen.
Diese Fahrer sind der reine Alptraum. Immer zu schnell, immer rücksichtslos. Die Fahrzeuge sind meist in einem erbärmlichen Zustand. Defekte Beleuchtung, defekte Scheiben, fehlende Stoßstangen, abgefahrene Reifen.
Bei uns in Deutschland wären die auf dem Schrottplatz. Die Fahrzeuge sind auch komplett überfüllt. In einem Concho (PKW 5 Sitzer) sind 7 Personen die Regel. Aber der Transport ist billig. Die Leute die zum Arbeiten vom Vorort in die Stadt müssen, können sich gar nichts anderes leisten bei den niedrigen Löhnen. Man kann sehr über diese Fahrzeuge schimpfen, aber ohne sie würde nichts mehr gehen.
Zur Ehrenrettung muß natürlich auch gesagt werden, daß die Fahrpreise durch den starken Wettbewerb sehr billig sind. Mit einem Guagua oder Concho bezahlt man für ca. 10km 30 Pesos, also etwa 60 Eurocent.
Wenn man dann noch bedenkt, daß der Benzinpreis hier bei etwa 1,10 Euro/Liter liegt, benötigt er 2 Fahrgäste nur für das Benzin. Dem Fahrer bleibt nicht viel Geld übrig. Das reicht dann fürs Leben, aber nicht für Reparaturen am Fahrzeug.
Ein weiteres Fortbewegungsmittel ist der Motoconcho. Das ist ein Mopedfahrer, der Passagiere befördert.
Man muß sich vorstellen, daß die Guaguas und Conchos hauptsächlich die Hauptverkehrsstraßen abfahren. Wenn man abseits dieser Straßen wohnt, muß man laufen wie bei uns auch oder man nimmt einen Motoconcho.

 
 
Fernbus Caribe Tours
Universalbus, wird im Fern-als auch im Nahverkehr eingesetzt.
Typische Marken sind Mitsubishi oder Toyota.
Guagua, Kleinbus für den Sammeltransport.
Es gibt immer den Fahrer und einen Begleiter, der das Geld einsammelt.
Dieser steht grundsätßich an der offenen Tür, weil das Fahrzeug völlig überfüllt ist.
Es gibt hier natürlich auch Gesetze, daß die Beleuchtung in Ordnung sein muß
und daß bei der Fahrt die Tür geschlossen sein muß.
Es interessiert hier nur Niemanden. Und die können so auch an einer Polizeistreife vorbeifahren. Die greifen nicht ein.
Drei Conchos (Sammeltaxis) hintereinander.
Der unterschiedliche technische Zustand ist erkennbar.
Auf dem Dach das Schild welches die Route anzeigt.
Privatverkehr